Donnerstag, 13. Juni 2019

Revelstoke und der Rest von Penticton


Montag in aller früh ließen Stefan und ich Sonja und Andreas in Penticton zurück und machten uns in das 3,5 Stunden entfernte Ravelstoke auf. Stefan sollte dort in den höheren Rocky Mountains eine speziellere Ausbildung bekommen und ich sollte ihn begleiten. Die anderen beiden Hubschrauber flogen schon vor und wir reisten mit dem Auto an. 

Still in Jetlag, war die Fahrt sehr anstrengend, obwohl ich nur der Beifahrer war. Dort angekommen, waren die Zimmer noch nicht fertig, so dass wir erst alle gemeinsam zu Mittag aßen. Stefans deutscher Kollege Philipp und ich starteten für eine Wandertour, die anderen gingen fliegen. Außer wandern und mit der Bobbahn vom Berg rodeln war dort für die paar verfügbaren Stunden nicht viel zu entdecken. 

Das Hotel, das die Firma übernahm, war für Skifahrer im Winter ausgelegt und im Sommer nicht besonders gebucht. Wir bekamen riesige Suiten mit Waschmaschine und allem drum und dran. Wir nutzten die Gelegenheit sofort, wer weiß schon, wann die nächste Waschmaschine über den Weg läuft. 

Gegen 20 Uhr fiel mir schon der Kopf in den Suppenteller. 

Am nächsten Tag bekam ich die Gelegenheit zum ersten Mal in einem Hubschrauber mitzufliegen. Der Fluglehrer flog, ich saß vorn und Stefan hinten. Er fragte mich, ob ich selbst fliegen wollte, aber mein Selbsterhaltungstrieb war dann doch zu groß. Hauptmann Angsthase und so ;)

Wir flogen über die schneebedeckten Gipfel. Ich sah Gletscher, himmelblaue Gletscherseen und beeindruckende Wasserfälle. Das Wasser sucht sich seinen Weg, oberhalb des Schnees dann wieder unter die Schneeschollen, dann wieder oberhalb, dann direkt durch den Stein, bis es sich in einem Becken voll blauem Wasser und Eis sammelt. 45 Minuten durfte ich mitfliegen. Fantastisch. 

Direkt nach dem Flug machten wir uns auf den Rückweg um mit Sonja und Andreas zu Abend zu essen. Still in Jetlag. Von Samstag bis Dienstag… Die beiden hatten in den zwei Tagen Penticton erkundet und am Strand gelegen. 

Mittwoch brachen wir nach einem kleinen Frühstück noch einmal in den Skaha Bluffs Provincial Park zum wandern bei gefühlten 30 Grad auf. Wir haben schon ganz schön gekeucht, aber es hat sich wieder gelohnt. 

Heute geht es nach Vancouver für einen kurzen Stopover, die nächste Unterkunft ist in Victoria, Vancouver Island gebucht. 

# Diana im Hubi
# Eindrücke der Rocky Mountains von oben
# Wanderung in den Bergen bei Revelstoke
# Wanderung im Skaha Bluffs Provincial Park



  












Sonntag, 9. Juni 2019

Reise nach Kanada





Nach nur fünf Stunden Schlaf brachen Sonja, Andreas und ich gestern im Zombimodus um halb vier mit dem Taxi auf zum Flughafen.

Ziel der Reise war Vancouver, Kanada. Dort wartete Stefan auf uns, der wegen eines Lehrgangs schon seit über zwei Wochen in Penticton verweilte.

Der Flieger startete planmäßig; das  Anschlussgate in Paris zu erreichen, verlief auch ohne Probleme und nach einem 27 Euro Fruehstueck startete auch unsere 777 absolut puenktlich. Der Flug dauerte 10 Stunden. Der Flieger war ne enge Sardinenbuechse, aber es gab ausreichend Bordprogramm. 

Am Zielflughafen wartete Stefan auf uns, der die Order hatte uns wach zu halten. Denn für unseren Körper war es 20 Uhr, Ortszeit jedoch erst 11 Uhr.

Im Zombimodus 2.0 liefen wir also durch Vancouver Stadt, aßen beim Baecker einen Nachmittagssnack und beim Japaner zu Abend, bis wir dann einfach streikten. Den Kopf zu drehen führte schon zu Schwindel, der Schlafentzug bereitete Uebelkeit. Nach 27 Stunden auf den Beinen gingen wir endlich ins Bett.

Die Leute in Vancouver sind mega freundlich, überall gibt es Menschen, die Türen aufhalten, uns anlaecheln, Bitte und Danke sagen und Busfahrer, die uns kostenlos mitnehmen. Aber es gibt auch so viele arme Menschen hier. Sie liegen mitten auf dem Gehweg oder halten Schilder hoch, dass sie obdachlos sind und Hunger haben. Sicher haben wir das zu Hause auch, aber hier ist es noch ein wenig krasser.

Heute haben wir zunächst den zweiten Mietwagen abgeholt und sind mit dem Auto nach Penticton, 4,5 Stunden Fahrt ins Inland, gefahren. Der Weg führte uns durch die Berge, die teilweise noch schneebedeckt waren und rund um den See Okanagan.

Wir haben zwar die gesamte Kletterausrüstung zu Hause gelassen, aber nach Bezug des Zimmers wollten wir uns die Kletterspots im Skaha Bluffs Provincial Park zumindest einmal zu Fuß ansehen. Aus dem kurz mal ansehen wurde dann eine Stunde über Stock und Stein krakseln. Es waren schöne Routen dabei. Es lohnt sich vielleicht eines Tages hier nur noch einmal zum Klettern herzukommen. 

Nach einem ausgiebigem indischen Abendessen verschwinden wir jetzt -  mit noch Jetlag in den Knochen - ins Bett.

# Aufbruch
# Frühstück in Paris
# Flug über das Eis
# Reise nach Penticton
# Skaha Bluffs Provincial Park





Donnerstag, 14. Februar 2019

Skiurlaub in Österreich - Das Nachspiel

Hier ist nun der zweite Blogbeitrag über unseren Skiurlaub.

Am Mittwoch sind wir wieder bei schönstem Wetter durch das Skigebiet geflitzt. Wir haben über 25km Strecke zurückgelegt und es war deutlich, das wir uns alle, auf den Skiern, immer wohler gefühlt haben. Es wurden auch schon vermehrt rote Pisten befahren.

Am Donnerstag waren wir immer noch auf dem Rastkogel, Penken und Horberg unterwegs als es mich nach der Mittagspause leider etwas unsanft zu Boden gerissen hat. Anfangs dachte ich noch, ist wohl nur ein geprelltes Knie, doch später sollte sich der Sturz als folgenschwerer herausstellen.
Wir sind nach meinem Sturz noch eine rote Piste runter gefahren, welche nach unser aller Meinung eher tiefschwarz war. Wir haben es daher sehr langsam und vorsichtig angehen lassen.

Am Freitag war geplant auf den Hintertuxer Gletscher zu fahren. Doch da mein Knie immer noch nicht mitgespielt hat haben Diana, Jaz und Roelant sich dazu entschlossen auch den letzten Tag im örtlichen Skigebiet zu verbringen.
Ich wiederum habe den Vormittag damit verbracht, das hervoragende Krankenhaus in Mayrhofen zu erkunden. Röntgen, MRT und Behandlung haben ergeben, das ich mir das Innenband am linken Knie angerissen habe. Es hätte schlimmer kommen können, aber schön ist dann doch irgendwie anders und ich habe nun noch ein paar Wochen lang ein Andenken in Form einer Schiene an diesen Urlaub.

Nichtsdestotrotz machen wir uns schon Gedanken, welches Skigebiet man denn nächstes Jahr erkunden könnte :-)

Agnes genießt die Aussicht ins Zillertal

Traumhafte Bedingungen zum Skifahren

Diana

Jaz und Roelant

Agnes genießt die Sonne in der Mittagspause
Wir Vier :-)

So, und hier nun unsere Crash Compilation dieses Urlaubs

Dienstag, 5. Februar 2019

Skiurlaub - Mayrhofen im Zillertal

Nun ist es mal wieder Zeit für Urlaub :-)

Wir haben uns vor einiger Zeit entschlossen mit Jaz und Roelant gemeinsam in den Skiurlaub zu fahren. Nachdem wir alle in letzter Zeit einiges an Geld in Skiklamotten und Schutzausrüstung investiert hatten musste es dann ja auch tatsächlich los gehen.

Am vergangenen Samstag haben wir uns dann auf den Weg nach Österreich gemacht. Unser Ziel war Mayrhofen im Zillertal. Die Fahrt war unspektakulär und auch am Abend sind wir nur noch kurz was Essen gegangen, bevor wir ins Bett gefallen sind.

Am Sonntag ging es dann zum Skiverleih und dann auch direkt ab auf die Pisten am Penken und Horberg. Das Wetter war nicht gerade ideal. Die meiste Zeit waren wir bei Schneefall in den Wolken unterwegs, bei Sichten um die 50m. Bei solchen Sichtweiten sieht man zumindest nicht, wie tief es teilweise den Hang hinuntergeht ;-)
Da Diana allerdings große Probleme mit den Leihschuhen hatte, haben wir abends kurzentschlossen noch in eigenes Schuhwerk für Diana investiert. Der Urlaub war ja noch ganz frisch und er sollte ja auch Spaß machen.

Am Montag war dann am Nachmittag auch endlich die Sonne da und wir haben es richtig genossen die Pisten hinunter zu fahren. Es wurde sogar schon mal eine rote Piste unter die Bretter genommen (Schwierigkeitsgradskala: blau=leicht, rot=mittel, schwarz=schwer).

Heute sind wir dann mal mit einer großen Gondel zum Rastkogel hinaufgefahren, da die Pisten dort am Südhang liegen und heute keine Wolke am Himmel war.
Nachdem wir uns dann wieder eingefuchst hatten, haben wir alle weiter fleißig Fortschritte gemacht.
Auch wenn ich einmal etwas stärker Bremsen musste und Jaz und Roelant dabei in zwei Schneemänner verwandelt habe.


Pause im Schnee am Horberg (Montag Mittag)

Aussicht von der Piste über die Bergstation der Horbergbahn hinweg (Montag Nachmittag)

Horberg (Montag Nachmittag)

Stefan - Selfie auf dem Rastkogel (2500m) mit Tuxertal im Hintergrund

Blick vom Rastkogel ins Tuxertal (Hintertuxer Gletscher am linken Bildrand)

Diana - heißer Kakao macht glücklich

Agnes genießt die Aussicht während einer kurzen Pause

Diana und Agnes - auf 2500m

Blick vom Rastkogel auf den Penken

Etwas zu stark gebremst...



Samstag, 3. November 2018

Letzter Tag Prag

Gestern haben wir uns zu Fuß auf den Weg zur Prager Burg gemacht. Der Aufstieg ist nicht besonders anstrengend, so hoch liegt sie nicht. Vor dem Eingang stand eine 150m lange Schlange, auch die haben wir überwunden. Es war die Schlange zur Taschenkontrolle, mit ner halben Stunde ging das eigentlich ganz schnell.

In der Burg war erneut eine 150m lange Schlange zum Ticketschalter. Da sich hier jedoch nichts bewegte, wollten wir nur den Veitsdom erkunden und uns die Gebäude von innen sparen.
Zum Eingang des Veitsdom musste man erneut eine 150m lange Schlange überwinden. Aber auch das ging mit 20 Minuten relativ schnell. Leider mussten wir dann feststellen, dass man heutzutage, wenn man nicht einfach nur aus dem Ausgang wieder rauslatschen möchte, ein Ticket braucht. Dafür stellt man sich mit Ticket in der naechsten Schlange an. 
Mein Mann wurde etwas ungehalten, so hatte er die Prager Burg nicht in ein Erinnerung. Er schimpfte ständig über die tausenden Touristen, obwohl er selbst einer war :p
Wir entschieden uns hier nen Schuh zu machen und das Nationalmuseum zu besuchen, welches nach ueber sieben Jahren Renovierungszeit seit drei Tagen wieder geöffnet hat. 

Auf dem Weg machten wir noch einen Umweg ueber das Café Louvre, welches seit ueber 100 Jahren schon existiert und genossen eine extrem leckere heiße Schokolade. Ein Besuch lohnt sich aufgrund des kulinarischen Angebotes und des Ambientes. 

Am Nationalmuseum fanden wir dann, wie sollte es anders sein, eine Schlange vor dem Eingang. Nur 100m lang. Aber auf Nachfrage wurde uns gesagt, dass es zwei Stunden bis zum Einlass dauert.
Inzwischen war es 15 Uhr. Für die dritte Option, den Zoo, war es etwas spät. Wir entschieden uns die Ausstellung Gallery of Steel in der Prager Innenstadt anzusehen. Beeindruckend, aber kein must see. 

Am Abend haben wir sehr lecker im u modre kachnicky II gegessen. Ein Tisch war schwer zu kriegen, aber wer zeitlich flexibel ist.. :)  Sehr nettes Personal, noch viel geileres Essen. Meine Ente wurde direkt vor meinen Augen flambiert. Sehr zu empfehlen.
Heute sind wir wieder auf dem Heimweg. 

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Prager Altstadt eine echte Sehenswürdigkeit und eine Reise wert ist. Aber die Millionen Touristen gehen einem total auf den Senkel :p

# Aussicht von der Prager Burg über die Altstadt
# Warteschlange vor der Taschenkontrolle
# Wenzelsplatz vom Nationalmuseum aus 
# Wall-E
# Autos aus Stahlrecycling
# cooler Wohnzimmertisch
# Diana und Garfield
# Meister Yoda









Donnerstag, 1. November 2018

Prag zu Fuß

Nun ist unser zweiter Tag in Prag vorbei.
Nachdem wir heute etwas länger geschlafen haben, mussten wir im Anschluß an das Frühstück dann doch etwas zügiger zum Treffpunkt für die gebuchte Stadtführung gehen.
Unser Stadtführer hat uns viele interessante kleine Ecken in der Innenstadt gezeigt und natürlich auch die touristischen Sehenswürdigkeiten.

Wir haben einiges über Franz Kafka erfahren und über die Geschichte des Wenzelsplatz.
Ziemlich beeindruckt war ich von der astronomischen Uhr am alten Rathaus. Die wurde im Jahr 1410 installiert und zeigt drei verschiedene Uhrzeiten an. Die bürgerliche Zeit (unsere normale Uhrzeit), die böhmische (vergangene Zeit seit dem letzten Sonnenuntergang) und die Sternzeit (den Sonnenstand, Sonnenauf- und Untergang). Zusätzliche wird noch die aktuelle Mondphase angezeigt und in welchem Sternzeichen Sonne und Mond gerade stehen. Ich finde es faszinierend das die Astronomen und Uhrmacher das vor über 600 Jahren so präzise entwickeln und bauen konnten.
Danach habe ich die Gelegenheit genutzt zum ersten Mal mit einem Paternoster im heutigen Rathaus zu fahren. Schade das es die kaum noch gibt.
Zum Schluß waren wir noch im jüdischen Viertel und am alten Eingangsportal in die Altstadt.
Während der Stadtführung sind wir auf ein altes Café hingewiesen worden in dem schon Franz Kafka und Václav Havel oft gesessen und gearbeitet haben. Das Café Savoy aus dem Jahr 1893 ist definitiv empfehlenswert. Es hat eine eigene Bäckerei und ist definitiv nichts für jemanden mit Diätplänen.
Da Diana ja noch zwei Stoffläden durchforsten wollte, haben wir uns nach der kurzen Stärkung wieder auf den Weg gemacht.
Der erste Laden hat einen förmlich mit Stoff erschlagen. Jede noch so kleine Nische war mit Stoffen vollgestopft. Diana hat in diesem Chaos allerdings nichts gefunden was ihr zugesagt hat und somit sind wir zum nächsten Laden weiter gegangen.
Der war allerdings das totale Gegenteil und dadurch eine totale Enttäuschung. Ganz modern eingerichtet aber halt auch nur ganz wenig Stoffe auf Lager.
Somit war es dann doch ein günstiger Urlaub ;)
Nach einer kurzen Rast im Hotel (der zweite Stoffladen ist nur 200m von hier entfernt) sind wir dann zum Abendessen aufgebrochen. Unser Stadtführer hatte uns ein tschechisches Lokal empfohlenen und das wollten wir dann auch ausprobieren.
Wir hatten beide eine köstliche Kürbissuppe vorweg und danach habe ich das beste Gulasch in meinem Leben gegessen. Ich habe mit dem dazugehörigen Brot auch wirklich den letzten Tropfen genossen. Auch Diana war mit ihrem Gericht sehr zufrieden.
Das Restaurant Mincovna können wir jedem nur empfehlen.
Unsere Schrittzähler haben heute über 17.000 Schritte bei knapp 15km gezählt. Der Tag hat sich definitiv in vielerlei Hinsicht gelohnt :-)


# die astronomische Uhr am alten Rathaus
# Nationaltheater am Ufer der Moldau
# die Karlsbrücke von Süden fotografiert



Prag 2018

Stefan und ich haben uns gestern mit dem Auto auf den Weg nach Prag gemacht. Wir waren keine sechs Stunden unterwegs. Das kann man mal machen :)

Das Auto steht etwas außerhalb der Innenstadt und wird hoffentlich schwer bewacht. Wir konnten uns ein Dreitagesticket "für all transports" für 12 Euro pro Nase ziehen. Na hoffentlich verlassen wir nicht irgendwelche Zonen, für die es nicht gültig ist. Lesen kann ich hier nichts. Mal sehen :p

Wir zogen gestern noch etwas durch die Stadt, schlenderten über die Karlsbrücke, aßen beim Inder (moderat spicy, aber ich konnte feuerspucken danach) und landeten am Ende im Hard Rock Café Prag mit Liveband. Es liefen sexy Hexen und das weiße Kaninchen dort herum. Bedient wurden wir vom verrückten Hutmacher. Nach drei Cocktails brachte Stefan mich ins Bett. Das war auch gut so.

Heute haben wir einen langen Stadtrundgang gebucht und ich habe schon festgestellt, dass es zwei Stofflaeden in der Nähe gibt, die sogar historische Stoffe verkaufen. Ich werde heute Abend dann wohl arm sein. Sehr arm.

# Agnes plant voraus
# Blick von der Karlsbrücke auf den Hradschin mit der Prager Burg und dem Veitsdom
#Nationalmuseum am Wenzelsplatz
# Impressionen aus der Stadt
# Begrüßungskorb im Hotel
# Impressionen unseres Hotelzimmers