Sonntag, 17. Juni 2018

Canyoning

Gestern haben wir gewagt die Tour durch den Canyon Purcaraccia im Bavella Massiv zu machen. Vier von sechs haben zum ersten Mal eine Canyoning Tour gemacht, entsprechend aufgeregt waren wir.

Mit zwei Gruppen à 10 Personen plus je  einem Guide mussten wir zunächst den Aufstieg von 1,5 Stunden 270 Meter in die Höhe bei prallem Sonnenschein in Badeklamotten meistern. Jeder hatte seinen Neopren, die Ausrüstung, den Helm und Trinkwasser in einem Rucksack zu schleppen. Der Weg war unglaublich schön, aber nach zehn Monaten ohne jeglichen Sport zu anstrengend für mich. Ich hechelte mir die Lunge aus dem Hals. Aber den anderen ging es nicht so viel besser. Der Guide hatte Erbarmen und schüttete mir etwas Wasser über den Kopf. An manchen Stellen ging es links ziemlich tief runter, so dass die Guides uns über die gefährlichen Stellen halfen. 

Nach dem Aufstieg wurde der Neopren angezogen, es folgte eine kurze Einweisung und wir starteten gleich mit einem ca. 10-12 Meter Slide mit mehreren Huckeln, bei dem unser Guide uns in Rotation versetzte. Ich war entsetzt. Das sah ja gefährlich aus.
Nach ein paar Minuten in die Hose machen, habe ich mich dann auch getraut. Der Slide war super, das Ankommen im 12 Grad warmen Wasserbassin nicht so. Allen lief das Wasser durch die Nase. Also: nächstes Mal, Nase zuhalten. Über diesen Slide gibt es ein Video. Das folgt dann, wenn wir wieder zu Hause sind.
Die Tour hatte noch ein paar weitere Slides, optionale Sprünge von bis zu vier Metern ein Probeabseilen und zwei Abseilstellen von 40 Metern in die Tiefe, bei der jeder Teilnehmer sich selbst abzuseilen hatte.

Bei 10 Personen kommt es automatisch zu Wartezeiten, in denen man auskühlt. Diese Zeiten haben wir genutzt um uns auf die warmen Steine außerhalb des Wassers zu legen. Auf Korsika ist es nicht üblich, Neoprensocken an die Teilnehmer auszugeben. Dass ich meine eigenen hatte, sorgte für neidvolle Blicke.
Bei einer Rutsche wurde man von den Wassermassen innerhalb der Rutsche gedreht. Es gab strikte Anweisungen, wie die Füße zu halten, die Arme zu verschränken und in welchem Winkel der Kopf zu halten sind. Da meine Körperspannung bisher immer von den Wassermassen aus dem Gleichgewicht gerissen wurde und ich es nicht einmal geschafft hatte, die Nase bis zum Eintritt ins Wasser zuzuhalten, habe ich als Einzige gekniffen und bin außen rumgewandert.
Die letzte Rutsche war eine mit kleiner positiven Neigung, ca. 5-6 Meter in die Tiefe. Die war wieder lustig :) 

Ein paar Fotos von der Tour können wir euch bieten, schaut selbst. Leider hatten wir unterwegs Probleme mit dem Akku, so dass nur der erste Teil der Tour auf Fotos festgehalten ist. Aber für einen Eindruck reicht es :)
Jetzt habe ich extremen Muskelkater im ganzen Körper. :p
Heute verlassen wir Korsika. Wencke und Jessi haben wir am Flughafen abgesetzt. Für die restlichen vier geht es mit der Fähre weiter nach Livorno und dann nach Pisa und morgen dann in unser geliebtes Arco. Das Wetter soll gut werden.
Eine Woche Korsika sind vorbei. Die Truppe hat super harmoniert. Jessi und Wencke werden uns sehr fehlen.
Fast jeden Abend haben wir die korsische Küche in einem neuen Restaurant ausprobiert, die Mädels haben sich jeden Abend eine Flasche Wein geteilt. Wir haben geschlemmt, das Land kennengelernt, sind gewandert, geklettert, geschnorchelt, haben Canyoning gemacht und am Strand gechillt. Ein Urlaub "entre Mer et Montage". Parfait. 

Auf in den zweiten Teil des Urlaubs. 


# Impressionen der Canyoning Tour












Freitag, 15. Juni 2018

Klettern

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir gut gestärkt in den Tag gestartet. Wir hatten uns vorgenommen die Felsqualität ein wenig genauer zu untersuchen und so sind wir zum Col de la Bavella aufgebrochen.
Als wir um kurz nach 9 Uhr dort oben angekommen sind, war kaum ein anderes Auto da. Die Franzosen und sonstigen Urlauber sind wohl eher Langschläfer (zum Glück für uns).
Wir haben schnell den Weg zur Kletterwand gefunden und es ging auch gleich gut los. In kürzester Zeit hingen die ersten Seile in der Wand und ich bin meine erste 6+ im Fels geklettert (allerdings im Toprope).
Wir hatten alle viel Spaß und haben die traumhafte Aussicht genossen.
Als am Nachmittag verstärkt Wolken aufzogen sind wir wieder an die Küste zurück gefahren.
Jaz, Roelant und ich waren dann nochmal ein Stündchen Schnorcheln und im Anschluss ging es dann wieder in ein tolles korsisches Restaurant.

#Agnes durfte auch nicht fehlen
#Wanderung zur Kletterwand
#Stefan in der Wand
#Jessi auf dem Weg nach oben
#Picknick am Fels
#Kletterimpressionen
#Eidechse (da waren viele von unterwegs)
#traumhafte Aussicht
#Papier (Cellulose) schlägt Stein ;)
 











Donnerstag, 14. Juni 2018

Entspannung und Fische

Heute war es ein sehr entspannter Tag. Wir haben uns heute aufgeteilt und waren gemeinsam mit Jaz und Roelant am Strand, während Wencke und Jessica eine Wanderung unternommen haben.
Wir haben uns, nach einem späten Frühstück, auf den Weg zum Strand von Fautea gemacht. Dieser liegt idyllisch in einer kleinen Bucht unterhalb eines alten Genueser Wachturms.
Jaz und Roelant haben dort viel Spaß am Schnorcheln gefunden und wir vier haben viele Fische gesehen. Auch ein Flughahn und eine Sepia waren dabei :-)
Am Abend waren wir dann in Solenzara in einem Strandrestaurant und haben den Abend gemeinsam ausklingen lassen.

#Diana und im Hintergrund der Wachturm
#Diana 
#ganz viele Fische :) 
#Sepia (echter Tintenfisch) 
#Jaz 
#ganz viele Fische :) 
#Video Sepia hat Angst vor mir :(






Mittwoch, 13. Juni 2018

Die Insel

Am Montag erkundeten wir zunächst die Insel. Was wir nicht bedacht hatte war, dass wir eine Art Ferienwohnung gebucht haben, also von Klopapier bis Handtücher und Seife alles selbst besorgt werden muss. Bei sechs hungrigen Menschen und vielen interessanten Produkten, die es in deutschen Supermärkten nicht gibt, war der Einkaufswagen in Null komma nichts bis unter den Rand gefüllt.

Wir erkundeten die Stadt Porto Vecchio, die an der Küste einen schönen Jachthafen und auf einem ca. 60 Meter hoch liegenden Hügel eine kleine Altstadt zu bieten hat. Die Steigung war für Unsportliche schon zum Hecheln.

Am späten Nachmittag ging es noch für zwei Stunden an den Strand. 

Am Dienstag stand eine kurze Wanderung von 6,5 km zum Trou de la Bombe (Bombenloch oder Loch der Bombe) an. Wir starteten früh morgens, stellten unsere Autos auf einem nahezu leeren Parkplatz ab und wanderten los. An vielen Stellen waberten die Wolken um uns herum. Zunächst gab es einen gut befestigten Wanderweg, später kam auch etwas über Stock und Stein klettern dazu. Übrigens: auf der anderen Seite des Bombenlochs geht es 300 Meter in die Tiefe. Wir begegneten auf dem Hinweg keiner Menschenseele. Auf dem Rückweg kamen wir aus dem freundlich bonjour grüßen nicht mehr heraus. Auf dem Parkplatz sahen wir auch warum. Die Franzosen lassen sich mit ganzen Bussen ankaren um diese Wanderung zu machen. Der Parkplatz und die Straße waren bis auf den letzten Platz zugeparkt. 

Für Mittwoch stand eigentlich eine Canyoning Tour auf dem Kalender, die aber aufgrund Schlechtwetters auf Samstag verschoben wurde. Also setzten wir uns ins Auto und erkundeten die Insel. Auf der Fahrt mussten wir wilden Kühen ausweichen, scharfe Haarnadelkurven nehmen und vor dem Regen davonrasen.
In Bonifacio erkundeten wir eine spektakuläre Altstadt und hatten einen grandiosen Blick auf den vielbefahrenen Hafen. Auf einer Höhe von 80 Metern liegt eine alte Garnison, die man über viele viele Treppenstufen erreicht. Die Stadt hat etliche kleine, sehr gemütliche Restaurants. Alles wirkt hier so... französisch. Die Stadt ist in jedem Fall einen Besuch wert.

Bei der Fahrt vom Parkplatz merkte Stefans Auto leider ein Problem mit dem Reifendruck an, eine Kontrolle an der Tankstelle zeigte, dass es ein größeres Problem sein musste. Mais, pas de Probleme in Frankreich! Wie es der Zufall wollte, hatte die Tankstelle auch gleich einen Reifenhändler bei. Ganze 7,5 Minuten und 12,50 Euro später, war die Schraube rausgezogen und der Reifen geflickt. Vivre la France.

Den Abend ließen wir in einem kleinen Restaurant in Porto Vecchio ausklingen, der nur korsische Küche anbot. Trip Advisor hatte den als Empfehlung ausgespuckt und wir haben den letzten Tisch bekommen. Wir waren uns alle einig, dass wir selten so gut gegessen haben.  Später am Abend, standen die Menschen Schlange, um noch einen Tisch zu bekommen.

Jetzt liegen alle im Bett und halten sich den Bauch.


# Strand von Korsika
# Hauptmann Frostbeule
# Porto Vecchio
# Trou de la bombe
# wilde Kühe
# Sonnentanz
# Bonifacio
# geflickter Reifen