Donnerstag, 13. April 2017

Bali

Gestern haben Quentin und Ruth uns nach Brisbane zum Flughafen gebracht. Wir mussten uns durch einen Stau auf dem Motorway quälen. Obwohl wir rechtzeitig losgefahren sind und Puffer eingebaut hatten, wurde die Zeit doch  knapp und mein Mann etwas ungeduldig und gestresst. Aber wir haben den Flieger bekommen.

Der Flug war richtig angenehm und verging wie im Flug. Haha. Wir hatten die Sitze am Notausgang und daher volle Beinfreiheit. Aber Jetstar muss es trotzdem nicht noch einmal sein. Die lassen sich alles extra bezahlen, Entertainment, Softgetränke... Ich war schon froh ohne Extrakosten auf die Toilette zu dürfen :p

In Denpasar gelandet, holte uns der bestellte Fahrer ab und brachte uns zu unserem Hotel. Vielen Dank an dieser Stelle an Ben und Nine, für die Empfehlung. Es ist eine kleine familiäre Unterkunft mit Frühstück und Pool. Abseits von der Straße gelegen, hört man die Grillen zirpen und das Wasser vom Bach plätschern. Ganz nett, eigentlich.

Nach dem Frühstück haben wir einen Rundgang durch Ubud gemacht und den Monkey-Forest besucht. Ein fetter Affe ist Stefan gleich auf den Rucksack/Kopf gesprungen. Die Affen jagen sich quer durch den Wald, klauen einem Alles! was nicht festgemacht ist. Eine junge Frau hatte einen Affen auf dem Kopf der ihr die Haarnadeln klauen wollte. Der zog ganz anständig, hat ihr auch Büschel ausgerissen. Am Ende ist er von ihr runter gefallen und war darüber so sauer, dass er einen Angriff startete und sie biss. Nicht ganz ohne, diese Biester.

Ansonsten gab es heute noch chillen im Pool und ein leckeres indonesisches Abendessen. Morgen haben wir eine Tagesreise auf dem Plan. :)

Lieber Luca und lieber Tim: Bali ist eine sehr sehr kleine Insel in Indonesien. Vielleicht findet ihr es auf dem Globus. Aber ihr müsst schon genau hingucken, :)

# Mückenstiche auf Bali

# Monkey Forest in Ubud

# Langschwanzmakake im Monkey Forest 

# Statue an einem der vielen Tempel 

Dienstag, 11. April 2017

Australien geht zu Ende

Gestern haben wir unseren Van wohlbehalten bei der Mietfirma in Brisbane abgegeben und uns mit Paul im West End zum Frühstück getroffen. Paul ist ein Freund, der für einige Zeit in Hamburg gewohnt hatte. Das Wetter zeigte sich noch einmal mit 27 Grad von seiner besten Seite, schließlich ist hier Herbst. ;)

Anschließend sind wir mit dem Zug zurück gefahren, Ruth hatte uns vom Bahnhof abgeholt und wir sind noch in den Pool gesprungen :)

Heute haben wir mit Ruth und Melanie noch einen schönen Strandspaziergang unternommen und ein Eis gegessen. Meer und Strand sehen einfach fantastisch aus und es gibt hier jede Menge davon.

Insgesamt 13 Tage Australien gehen morgen zu Ende und unser Flug nach Bali startet. Die Zeit war definitiv zu kurz. Nicht nur für Australien an sich, sondern auch der Familienbesuch. Sehr oft ergibt sich nicht die Gelegenheit, sich zu treffen. Und man könnte sich auch gut daran gewöhnen, von Ruth bekocht zu werden :-)

Unser Eindruck von Australien kurz zusammengefasst:

- Australier sind sehr freundlich und interessiert. Jeder fragt einen, wie geht es dir, wo kommst du her, wo willst du hin?
- das Klima ist super Diana-geeignet
- die Riesentodesspinnen laden nicht zum Auswandern ein
- Australier können keine Hamburger machen (zumindest habe ich noch keinen guten gegessen)
- sie haben beim Klettern keinen Sinn für Sicherheit

# am Ende wurden wir Freunde
# Anjas Bärchen hat sein Ziel Australien erreicht
# Frühstück mit Paul

Sonntag, 9. April 2017

2 Tage bei der Familie

Wir sind nun seit 2 Tagen bei meiner Tante und ihrer Familie und geniessen die Zeit sehr.
Gestern haben wir erstmal richtig ausgeschlafen und sind dann gemuetlich in den Tag gestartet. Wir wurden freundlicherweise zu einem Barbeque (mit-)eingeladen, so dass der Samstag eigentlich schnell erzaehlt ist. Ab 14 Uhr waren wir bei Freunden meiner Tante und ihrer Familie und haben einen ruhigen Tag verbracht. Dort wurde auch die Idee fuer den heutigen Tag geboren. Ein Freund meines Onkels schlug vor ein bisschen wandern zu gehen, mit Klettereinlage.

Heute sind wir dann erstmal als Familienausflug in einen nahegelegenen Park namens: Mary Cairncross Scenic Reserve gefahren. Es ist ein Schutzgebiet fuer den oertlichen Regenwald.
Auf der Wanderung durch den Wald sind wir ueber ein kleines Waldwallaby gestolpert, welches sich aber zu gut getarnt hat um fotografiert zu werden ;-)

Kurze Zeit spaeter ist uns noch eine Giftschlange begegnet, eine rotbaeuchige Schwarzotter (Red-bellied black snake). Wir befanden uns allerdings gerade im Besucherzentrum und sie kroch aussen an der Scheibe vorbei ;-)

Danach haben wir uns mit Marcus (dem Bekannten meiner Tante und meines Onkels) getroffen um den Mount Tibrogargan zu erklimmen. Wir wussten nicht genau was uns erwartet und hatten uns auf einen schwierigen Wanderweg eingestellt.
Nachdem wir nur einen kurzen Zustieg hatten (1km) kamen wir zu der Kletterpartie. In Europa haette man den Weg nur als Klettersteig oder Mehrseillaengenroute klettern "duerfen". Dort sind alle einfach so hochgeturnt (mehr oder weniger elegant und bei manch einem/r floss auch eine Traene der Ueberforderung).
Als Kletterer wuerde ich den Schwierigkeit der knapp 200 Hoehenmeter als 3-4 auf der UIAA Skala bewerten, nur halt als freeclimbing Route. Diana war das Ganze nach einem kurzen Stueck zu riskant und sie hat dann auf uns gewartet, waehrend wir (mein Onkel, meine Cousine, mein Cousin, Marcus mit Tochter und ich) den Berg erklommen haben. Man klettert den selben Weg uebrigens auch wieder hinunter.

Wir haben es aber alle ohne Probleme geschafft und sind wieder wohlbehalten in Caloundra angekommen.

Morgen fahren wir nach Brisbane um unser Auto abzugeben und treffen uns mit einem Bekannten (Manch einer unserer Leser kennt ja Paul ;-) ) zum Fruestueck.

# Red-bellied black snake
# Glasshouse Mountains (Mt. Tibrogargan rot markiert)
# Kletterpartie am Mt. Tibrogargan
# Kletterpartie am Mt. Tibrogargan
# Aussicht vom Mt. Tibrogargan
# Aussicht vom Mt. Tibrogargan (fast oben)
# allabendliche Besucher am Fliegengitter der Terasse (Geckos auf Insektenjagd)















Freitag, 7. April 2017

Reise nach Caloundra

Gestern (06.04.) haben wir beim Aufbruch bemerkt, dass der Schluessel fuer unser Auto nicht nur leicht verbogen sondern auch schon an zwei Stellen eingerissen ist. Wir hatten daher grosse Zweifel, ob er nicht sehr bald abbrechen wird. Also beschlossen wir in der naechsten Stadt (Roma) einen neuen Schluessel zu besorgen. Leichter gesagt als getan.
Zuerst haben wir einen Versuch bei einem Toyota Haendler unternommen, dieser hat uns aber nur die Adresse von einem Schluesseldienst und die Telefonnummer eines anderen Schluesseldienstes gegeben. Also auf zu der ersten Adresse, doch leider Fehlanzeige. Unser Schluessel ist scheinbar schon so alt, dass dieser Schluesseldienst uns nicht weiterhelfen konnte. Gluecklicherweise konnte uns der zweite dann doch noch aus einem, ziemlich verstaubten, Schluesselrohling einen neuen Autoschluessel fertigen. Puh, Glueck gehabt :-)
Danach haben wir uns in Roma noch mit einem leckeren Fruehstueck gestaerkt und dann ging es endlich wieder Richtung Osten, Richtung Kueste.
Am Nachmittag haben wir dann auch die ersten Berge erreicht und sind auf ziemlich kurvigen Strassen zu unserem Tagesziel Kingaroy gekommen. Nach kurzer Suche haben wir ein passables Motel gefunden und auch ein Restaurant war nicht weit.

Heute (07.04) morgen sind wir dann, nach dem Fruehstueck, weiter durch die Berge gefahren (Ich habe mein Motorrad sehr vermisst :-) ) und kamen gegen 12 Uhr am Kondalilla National Park an. Wir hatten uns vorgenommen noch ein wenig spazieren zu gehen. Im Kondalilla National Park liegt der Kondalilla Fall, ein rund 80m hoher Wasserfall, welcher auf einem 5 km Wanderweg umrundet werden kann. Dabei wandert man allerdings rund 200 Hoehenmeter runter und dann wieder hoch und das in einem subtropischen Regenwald. Heute lagen die Temperaturen allerdings nur bei ca. 25 Grad Celsius. Es war also gut auszuhalten.

Am spaeten Nachmittag sind wir dann bei meiner Tante und ihrer Familie in Caloundra angekommen. Als erstes war Waesche waschen angesagt und nach einem schoenen Abendessen haben wir noch bis um 22 Uhr auf der Terasse gesessen.
Nun schreibe ich noch schnell am PC meiner Tante diesen Beitrag (daher auch keine Umlaute ;-) ) und dann geht's ins Bett.

# Kondalilla National Park
# Rock Pool (natuerliche Badestelle) direkt oberhalb des Wasserfalls
# Kondalilla Falls (obere Haelfte)
# Kondalilla Falls (untere Haelfte)
# Es gibt wahrlich riesige Baeume hier im Regenwald (geschaetzt 50m oder mehr)






Mittwoch, 5. April 2017

Carnavon National Park

Heute (05.04.) sind wir sehr früh in Emerald gestartet, ein hübsches kleines aber extrem schnell wachsendes Städtchen. Wir hatten eine großartige Unterkunft, quasi ein kleines Reihenhaus mit Garage und allem drum und dran. Die Touristinfo war super nett und aufschlussreich. Ausserdem haben wir bei einem megasuperdupertollen Italiener gegessen.

241 km von Emerald entfernt, liegt die Carnavon Gorge im Carnavon National Park. Dort sind wir 15 km bergauf, bergrunter über Stock und Stein gewandert und haben einige interessante Tiere aus nächster Nähe gesehen, sogar ein Känguru mit Baby im Beutel :) Der Marsch war zwar anstrengend, hat sich aber sehr gelohnt. Es gibt Photos!

Nachdem wir platten Fußes wieder unten ankamen, haben wir unseren Ritt Richtung Süden fortgesetzt und mit der Dämmerung das 150 km entfernte Städtchen Injune erreicht. In der Dunkelheit fährt hier Niemand, außer er hat Aufprallschutz am Auto. Wir haben das nicht :p - Morgen geht es dann weiter, Richtung Süden, dann Richtung Brisbane, Richtung Caloundra.

Heute im Park hat sich ein ca. 5 jähriges Mädchen vermutlich den Fuß gebrochen. Sie war ganz tapfer und hat sich von Papa ein paar Kilometer den Berg runtertragen lassen. Das Problem hier: die naechste Stadt in die eine Richtung ist 110 km entfernt, 150 km in die andere Richtung. Und beide Städte haben unter 500 Einwohner. Dazwischen liegt nichts! Eventuell mal eine Farm, aber das war es.  Weiss der Geier, wo das nächste Krankenhaus ist. Wenn man hier wohnt, muss man auf einiges verzichten.

Aber gut. Silvia asked for more photos. Here you are!

# der Weg zum Park
# Schnabeligel, der sich eingraben will
# Känguru mit Baby
# Agnes sucht Verwandte
# Parklandschaft
# Wasserfall
# kleiner Aufstieg
# Sonne ist schön

Dienstag, 4. April 2017

Küste war gestern

Debbie hat unseren Plan, die Küste von Cairns nach Brisbane gemächlich runter zu fahren etwas zunichte gemacht. Das Auto war aber schon gebucht, also mussten wir uns eine Alternativroute überlegen. Der Weg durch den australischen Busch ist länger als geplant. Daher sind wir etwas in Eile, damit wir auch noch ausreichend Zeit bei Ruth und ihrer Familie haben. :)

Gestern wollten wir das Auto bei der uns zugemailten Adresse abholen und wurden wenig freudig empfangen. Man hatte uns nämlich die falsche Adresse gemailt. Der richtige Laden ist ca. 4 km entfernt. Und wir waren schon die Siebten in zwei Wochen. :p

Aber gut, rein ins Taxi, Auto abholen und mit etwas Verspätung auf die Straße. Das Auto habe ich euch unten fotografiert. Es ist schon etwas älter, schluckt Benzin wie ein kleines Flugzeug, die Sitze sind schon etwas aufgerissen und es müffelt ein wenig. Aber es ist sauber, es fährt und meistens funktioniert die Klimaanlage. Passt also :)

Wir versuchen Touristinfos und Tankstellen anzusteuern um zu erfragen, ob die Straßen überflutet oder aktuell offen sind. Von "das ist überhaupt kein Problem" bis "da könnt ihr nicht lang fahren" ist alles dabei. Es bleibt spannend.

Wenig spannend ist die Landschaft. Sie ist zwar interessant, ändert sich aber über hunderte von Kilometern nicht. Und die Straße, die sich quer durch den Busch schlängelt, wird nicht mal von Orten unterbrochen. Hunderte Kilometer nichts. Ein Schild warnte uns davor, dass die nächste Tankstelle in 286 km sei! Und wenn man dann mal durch ein Dorf kommt, sehen Land und Leute aus, als seien sie einem Hollywood-Farmer-Western entsprungen :p

# unser Flitzer

# der Busch - unendlich Weiten - dies sind die Abenteuer der Enterprise, äh, von Stefan und Diana... 

#der Agnes-Beweis 

# Nachtrag: solche Schilder lieben wir :) 

Sonntag, 2. April 2017

Abenteuerausflug ins Great Barrier Reef

Wir sind zurück vom Ausflug ins Great Barrier Reef.
Gestern sind wir früh aufgestanden um unser Boot um 7 Uhr zu entern. Gemeinsam mit 9 anderen Gästen und der fünf-köpfigen Crew ging es mit der Rum Runner raus auf den Pazifik. Das Ziel war ein Riff ca 40km vor der Küste.
Bei der Zuweisung unserer Kabine waren wir doch etwas überrascht. Wir hatten keinen Luxus erwartet aber das war nun wirklich ein kleines stickiges Loch.
Besser wurde unsere Stimmung auch nicht, da mir ziemlich flau im Magen und Diana richtig seekrank wurde. Wir konnten uns aber beide beherrschen die Fische nicht zu füttern.
Nach diesem Start konnte es ja nur besser werden und das tat es auch. Nach Erreichen unseres ersten Tauchplatz ging es mir schon wieder deutlich besser (unter Wasser schaukelt es nicht ;-) ) und mit Diana ging es auch langsam aufwärts.
Nach dem zweiten Tauchgang gab es dann auch schon Mittagessen und ich habe auch schon wieder etwas Hunger gehabt. Am Nachmittag waren wir dann gemeinsam schnorcheln und es war ein sehr schönes Erlebnis. Gerade Dianas Gesicht beim ersten Blick auf die Unterwasserwelt an einem tropischen Riff. Diese Farben und der Fischreichtum sind wunderschön. Wir haben auch ein paar Clownsfische (für die Disneyfans: Nemo ;-) ) gesehen.
Für mich ging es vor dem Abendessen nochmal bei Nacht Unterwasser. Es war ein tolles Erlebnis bei welchem wir bioluminiszierendes Plankton bewundert haben und auch kurzzeitig von einem kleinen (ca. 1,5m langen) Riffhai beäugt wurden.
Als wir wieder an Bord waren gab es auch schon Essen. Es war faszinierend was unser Captain da alles gezaubert hat. Es gab Krustenbraten, Chicken Wings, Röstkartoffeln, Blumenkohl und Reis mit Erbsen, Zwiebeln, Schinken und Rührei.
Dann kam der spannende Teil des Trips, die Nacht in dem Loch. Ich habe mir nach wenigen Minuten ein anderes freies Bett an Bord gesucht wo es kühler war und deutlich mehr Frischluft war. Im Anschluß habe ich, wider erwarten, geschlafen wie ein Stein. Dianas Nacht war nicht ganz so gut :-(
Am heutigen Tag gab es für mich noch einen schönen Tauchgang vor dem Frühstück und danach noch eine Stunde schnorcheln mit Diana.
Auch wenn einige unserer Gruppe das Glück hatten einer Schildkröte zu begegnen haben wir leider keine zu Gesicht bekommen :-(.
Die Rückfahrt war dann, nach einem kurzen Mittagssnack, unspektakulär und ohne Probleme um 15 Uhr im Hafen zu Ende.
Morgen früh werden wir feststellen, was wir für ein Fahrzeug wir nach Brisbane bringen. Wir sind gespannt.

# unsere Kabine "das Loch"
# der kleine Kumpel ist uns beim schnorcheln nicht von der Seite gewichen
# Korallenriff
# die Rum Runner