Dienstag, 2. Mai 2017

Cirque de Cilaos und das Wetter

Vorgestern sind wir nach einem späten Frühstück in L'Hermitage les Baines aufgebrochen nach Cilaos.
Cilaos ist eine kleine Stadt und liegt in einer großen Caldera auf ca.1200m über dem Meeresspiegel.
Die Stadt ist nur über eine abenteuerliche Straße zu erreichen welche sich entlang eines Flusses windet.
Laut Reiseführer hat die Straße 420 Kehren, ich glaube das kommt ganz gut hin ;-). Für die 30km braucht man ungefähr 1,5 Stunden.
Die Landschaft ist auf jeden Fall faszinierend und nicht zu vergleichen mit unseren Alpen. Hier ist fast alles grün überwuchert, selbst senkrechte Felswände.
In Cilaos angekommen, haben wir zum ersten Mal schlechtes Wetter erlebt. Die Stadt steckte in den Wolken und es herrschte leichter Regen bei 16 Grad Celsius.
Das hat sich leider den Tag auch nicht mehr geändert.

Nachdem wir uns vor Ort nach dem Wetterbericht erkundigt haben, haben wir recht schnell den Entschluss gefasst, nach einer Nacht wieder an die Küste runter zu fahren.
Unsere Gastgeber hatten dafür Verständnis und haben uns sogar das Geld, für die zwei Übernachtungen die wir ja sehr spontan storniert haben, zurückerstattet.
Die Unterkunft selbst war wirklich schön und wir sind auch mit einem weinenden Auge wieder gen Süden gefahren.
Vor allem weil wir geplant hatten die schöne Bergwelt bei Wanderungen und einer Canyoning-Tour zu erkunden, nur eben bei gutem Wetter.

Nachdem also gestern früh in einer kleinen Bäckerei gefrühstückt haben (die Franzosen verstehen wirklich was vom Backen :-) ) haben wir uns mit unserem kleinen Polo wieder in Richtung warmer Küste geschwungen.
Warm war es auch als wir um 11 Uhr in Saint Pierre angekommen sind. 27 Grad sind schon toll. Leider hat kurze Zeit später der Regen auch hier unten losgelegt.

Wir haben den Tag genutzt um uns in der Touristeninformation zu informieren. Das heißt, Diana hat sich auf Französisch informiert und ich habe mir bunte Bilder in den Broschüren angesehen. So richtig ist auf dieser Insel der internationale Tourismus noch nicht angekommen.

Danach haben wir uns ein paar Crêpes schmecken lassen und sind noch einkaufen gefahren.
Da wir uns für Donnerstag für eine Canyoning-Tour angemeldet haben (sofern das Wetter es zulässt), haben wir uns auch noch mal schnell billige Turnschuhe für eine Einmalverwendung gekauft. Wir haben ansonsten nur unsere Wanderschuhe und unsere Barfußschuhe dabei. Beide sind für eine Canyoning-Tour aber nicht geeignet.
Zum Glück gibt es hier einen Decathlon-Laden, welcher ein riesiges Angebot hat, so dass wir einigermaßen günstig davon gekommen sind.

Danach haben wir uns dann auf den Weg zu unserer Unterkunft für die nächsten beiden Nächte gemacht. Dabei konnten wir die Sturzbäche bewundern die hier die Straßen runter fließen.
Wir haben wieder ein Apartment, diesmal sogar mit eigener Waschmaschine und einem Parkplatz direkt vor der Tür. Der ist auch wichtig, da es hier auch am heutigen Tag immer noch regnet. Zum Glück nimmt die Menge langsam ab.

Heute werden wir wohl mal das Rum-Museum besichtigen.

# Straße nach Cilaos 
# Berglandschaft auf dem Weg nach Cilaos 
# Straße windet sich durch die Berge 
# Cilaos am Morgen, die Wolken kommen schon wieder runter :-(
# Straße zu unserer Unterkunft bei St. Pierre
Video: Fahrt zur Unterkunft im Regen 

Sonntag, 30. April 2017

La Réunion - Ermitage les Bains

Vorgestern haben wir zu Fuß unseren Ort Hermitage les Bains erkundet, haben in einer Bäckerei gefrühstückt und sind am Strand entlang gelaufen. Der Ort ist recht klein, hat aber alles was man so braucht und mobil sind wir ja sowieso.

Ausserdem waren wir im Nachbarort im Aquarium. Dort habe ich den Weisspitzenriffhai dann auch mal in voller Länge gesehen und nicht nur die Schwanzspitze, wie beim Schnorcheln.

Wir haben danach den Garten Eden besucht. Dort hat man viele nicht-heimische Bäume gepflanzt. Ausserdem haben wir das einzige dort lebende männliche Chamäleon gefunden :)

Abends waren wir auf Empfehlung der Rezeptionistin in einem sehr hübschen Gartenrestaurant. Hübsch gemacht, mit Pool, Liege- und Sitzecken. Und das Essen war auch gut.

Gestern sind wir extrem früh aufgestanden, haben uns Brote geschmiert und sind zum Berg Maido aufgebrochen. Es führt eine richtige gute Bergstrasse auf den Aussichtspunkt in 2160 Meter Höhe. Der Weg dahin dauerte länger als wir eingeplant hatten, aber wir haben es gerade noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang geschafft.

Danach sind wir den Weg ueber den Calderarand zum Glacier gewandert und zurück zum Maido. Insgesamt 11 Kilometer und 500 Höhenmeter in sechs Stunden. Einmal am Rand stolpern und das wars. Mir war doch etwas mulmig :p

Auf dem Rückweg hat uns eine Gruppe auf französisch gefragt, wie weit es noch bis zum Glacier wäre. Einer der Gruppe sprach etwas englisch. Ziemlich fix waren Stefan auf englisch und ich auf französisch ins Gespräch vertieft. Wo wir denn herkämen, wo wir denn hingingen, was wir von der Küche auf Réunion hielten, ob wir schon dies und jenes probiert hätten. Sie haben ein wenig von sich erzählt und ein weiteres Pärchen hielt bei der Gruppe und fiel ins Gespräch mit ein. Wir blockierten den ganzen Weg und demotivierten eine Gruppe von Bergläufern die den Berg herabkamen. Schnell wurde Platz gemacht und lautstark angefeuert.

Leider haben wir die Höhensonne unterschätzt und uns beide einen Sonnenbrand geholt. Trotz Wolkendecke.

Danach haben wir uns nur noch zum Essen aufraffen können und sind dann sofort ins Bett gefallen.

Restaurants zu finden war bisher etwas schwer. Das Internet hilft hier nicht viel weiter und durch rumfahren fällt auch nichts ins Auge. Es gibt viele Snacks- und Strandbars, aber wenig Restaurants. Hat man mal eins, ist es geschlossen oder man hat nicht reserviert oder Abendessen gibt es erst in ner Stunde... Das ist sehr schade, weil wir gern Essen gehen.

Réunion wartet ansonsten mit Temperaturen von 25-30 Grad in Strandnähe und von 10 bis 18 Grad in bergnähe auf. Unten scheint die Sonne, oben ist es bedeckt. Abends ziehe ich mir nen Pullover über, aber das ist manchmal schon fast zu warm.

Heute verlassen wir das Hotel in Strandnähe und fahren zur nächsten Unterkunft in Cilaos, in einem Talkessel.


# Am Strand von Ermitage-les-Bains

# Am Strand von Ermitage-les-Bains

# Chamäleon 

# Sonnenaufgang am Piton Maido (mit Blick auf den höchsten Berg des indischen Ozean, den Piton des Neiges 3071m) 

# Caldera von Mafate (die Dörfer, ca. 800 Menschen,  müssen auch heute noch komplett zu Fuß versorgt werden) 

# Caldera von Mafate ohne Wolken 

# Wanderweg am Calderarand

# Weg zum Piton Grand-Bénare (2898m)

# Pause am Piton de la Glacier (2402)

# Affenbrotbaum im botanischen Garten (27 Jahre alt) 

Freitag, 28. April 2017

Ein wenig Pech ist auch mal dabei

Der Flug von Kuala Lumpur nach Mauritius verlief einigermaßen nach Plan, trotz verspätetem Abflug, hat der Flieger noch einiges rausgeholt, so dass wir nur mit 10 Minuten Verspätung landeten. Die Einreisebehörde hat mal wieder etwas gebraucht, aber unser Fahrer stand noch wie abgesprochen in der Halle.

Er brachte uns gegen 20 Uhr zu unserer Unterkunft und er sollte uns um halb acht wieder abholen.

Dort angekommen, waren wir zunächst überrascht, was für ein Loch man für 65 Euro die Nacht bekommen kann. Die Dame teilte uns ausserdem mit, dass das einzige brauchbare Restaurant derzeit geschlossen und das andere nicht empfehlenswert sei. Da saßen wir dann. Im Loch. Ohne Wasser. Ohne Brot. Supermarkt Fehlanzeige. Nagut, man stirbt ja nicht gleich.

Nächsten Morgen: warmes Wasser zum duschen Fehlanzeige. Mail von Air Mauritius: Flug gecancelt. Egal, wir müssen zum Flughafen, der hat Essen und Trinken :p

Unser Gepäck wurde entgegen genommen und uns mitgeteilt, dass ein Ersatzflug drei Stunden später geplant sei. Also nur bummelige 5 Stunden warten. Gibt schlimmeres. Ausserdem gab es endlich wieder Mineralwasser.

Der Flug verlief problemlos, auf Réunion haben wir nen schnuckeligen Polo bei Sixt abgeholt und sind 45 Minuten bis zum Hotel gefahren. Zimmer anständig, alles gut, erstmal Geld holen, hier gibt es ja Euros :)

Aber: kein Geld am Geldautomaten. Kein Zugriff auf das Urlaubskonto. Freitag nachmittag um viertel vor vier deutscher Zeit vor einem langen Wochenende. Stefan jumpte also zurück zum Hotel in den Schoß des geliebten WiFi und rief die Bank an. Kein Problem, das Problem mit der EC Karte würde man sofort lösen, das Problem mit der Kreditkarte liege am Kreditkarteninstitut.

Das wiederum teilte mit, dass sei eine Einstellung der Bank, sie müsse das Limit erhöhen. Die Bank wieder angerufen: zwei Minuten nach vier. Sie rufen außerhalb der Sprechzeiten an. Großartig.

Es ist ja nicht so, dass der Trip nicht vorher mit der Bank abgesprochen gewesen sei. Aber man kann sich wohl nicht auf alles verlassen.

Wieder am Geldautomaten angekommen:  piep, immer noch kein Geld. Wtf? Und die Bank ist erst Dienstag wieder zu erreichen.

Das gute ist: meine Bank hat ihren Job richtig gemacht. Und meine Karte auch für Réunion freigeschaltet. Da ist zwar nicht das Urlaubsgeld drauf, aber verhungern werden wir nicht :p

Abends haben wir uns dann nur noch ein Restaurant gesucht und auch ganz anständig gegessen, bis wir dann tot ins Bett gefallen sind.

Da wir quasi nur auf der Reise waren, haben wir heute keine interessanten Photos. Aber die kommen noch. Versprochen.

Mittwoch, 26. April 2017

Kuala Lumpur

Vorgestern haben wir uns in Nusa Lembongan auf den Weg zurück nach Bali gemacht.
Diana war immer noch ziemlich angeschlagen.
Wir wurden mit einem Sammeltaxi (Transporter mit offner Ladefläche) abgeholt. Unser Platz war neben dem Gepäck auf der Ladefläche. Nachdem wir nach 45 Minuten am Strand (dem Hafen) angekommen sind, mussten wir feststellen dass unsere Fähre noch gar nicht da war. Die kam nämlich erst mit einer halben Stunde Verspätung.
Diesmal war es ein kleines Boot mit ca 25 Sitzplätzen und 3x250 PS Außenbordern. Der Kapitän hat dann auch Vollgas gegeben und wir sind mit 55-60 km/h (ich konnte das GPS gut sehen ;-) ) über das Wasser geflogen. Aufgrund des Seegangs war es eine ziemlich unsanfte Fahrt.
Am Strand von Sanur angekommen haben wir nochmal Angst gehabt, dass das Personal beim Ausladen des Gepäcks, in den Wellen unsere Rucksäcke versenkt. Da wir die nächsten 3 Tage nirgends länger als 24 Stunden sind, könnte Wäsche trocknen sehr schwierig werden. Doch es ging glücklicherweise gut.

Danach wurden wir zum Hotel gefahren und haben noch ein wenig entspannt. Mehr war mit Diana leider auch nicht zu machen. Zum Abend sind wir noch mal kurz im Einkaufszentrum gewesen und Diana hat endlich eine kurze Hose gefunden. Sie hat sich die ganzen Wochen schon geärgert zuwenig kurze und zu viele lange Hosen mitgenommen zu haben.
Im Anschluss haben wir noch ein sehr gutes italienisches Restaurant gefunden.

Nachts haben wir uns dann über unser Hotel geärgert, da unser Zimmer ganz oben, direkt unter den Klimageräten auf dem Dach war. Da hätten wir auch mit offenen Fenster an der Hauptstraße schlafen können.

Gestern ging es dann nach dem Frühstück zum Flughafen und wir sind mit einer halben Stunde Verspätung gestartet.
Als wir nach knapp 3 Stunden in die Nähe von Kuala Lumpur kamen, erfolgte leider die Durchsage: aufgrund von starkem Regen können wir derzeit leider nicht landen und werden noch ca 30 Minuten kreisen.
Danach hat die Landung aber glücklicherweise stattfinden können.

Das Dilemma Verspätung war leider aber noch nicht vorbei.
Nachdem wir bei Immigrations lange warten mussten, kamen wir recht spät bei den Gepäckbändern an. Unser Flug war da schon nicht mehr aufgeführt und wir haben knapp 30 Minuten gebraucht um zu erfahren auf welchem Gepäckband unser Gepäck wohl gewesen ist. Glücklicherweise hatten die Mitarbeiter unsere Rucksäcke vom Band genommen und sie standen noch mitten in der riesigen Gepäckhalle. 2 Stunden später als geplant konnten wir endlich nach Kuala Lumpur los. Der Flughafen liegt 30 Minuten (mit dem Expresszug) von der Stadt entfernt.
Nach einem kurzen Chaos am Hauptbahnhof, wo denn nun unsere Bahn zum Hotel abfährt, kamen wir um 19 Uhr dann endlich in unserem Hotel an.
Das Zimmer hat uns für alles entschädigt und wir ärgern uns ein kleines bisschen, dass wir nicht ein paar Tage länger hier sind.
Wir haben im 24. Stock ein ca 70m² Appartement mit 2 Bädern und großem Schlafzimmer, mit Blick auf die ca 400m entfernten Petronas Towers.

Wir sind dann noch kurz was Essen gegangen (ein leckeres mexikanisch/indisches Restaurant) und sind um halb elf ziemlich fertig ins Bett gefallen.

Heute machen wir uns jetzt gleich wieder auf den Weg zum Flughafen und schauen mal, ob wir am Hauptbahnhof ein nettes Café zum frühstücken finden.

Seit heute morgen gibt Dianas Magen auch Anlass zum Optimismus. Das Schlimmste scheint überstanden zu sein.

Jetzt geht es zum letzten und französischen Teil unserer Reise: der Flug nach Mauritius und einen Tag später nach Réunion :) 


# Aussicht aus unserem Schlafzimmer in Kuala Lumpur bei Nacht 

# Hotelimpressionen 

# Ausblick aus dem Wohn- und Schlafbereich (unbezahlbar!) 

Montag, 24. April 2017

Nusa Lembongan die Zweite

Gestern Vormittag haben wir an einem Schnorcheltrip teilgenommen und danach noch ein wenig die Insel erkundet. Beim ersten Schnorchelplatz hatten wir ziemlich heftig Seegang (1-1,5m hohe Wellen) aber auch das Glück und haben Manta-Rochen gesehen. Sie sind teilweise weniger als 2 Meter entfernt an uns vorbei gezogen :-)
Ich habe auch noch einen Weißspitzen-Riffhai gesehen (ca 1,5m lang).
Am zweiten Schnorchelplatz haben wir wunderschöne bunte Korallen bewundert. Allerdings herrschte dort auch eine ziemliche Strömung und mussten ziemlich kämpfen um wieder zu unserem Boot zurück zu kommen.
Wir haben dabei eine Rundfahrt um die Insel Lembongan gemacht. Es ist schon eine beeindruckende Landschaft.

Am Nachmittag haben wir dann noch mit unserem Roller die Insel erkundet und sind abends wieder am Strand essen gewesen.

Heute hat es Diana ziemlich erwischt. Irgendwas hat ihr Magen wohl nicht vertragen. Sie hat sich daher im Hotel ausgeruht und geschont. Ich war daher auch nur einmal kurz los um mir noch ein paar Sachen anschauen.

Morgen geht es wieder zurück nach Bali.


# Aussichtspunkt auf Lembongan 

# balinesischer Friedhof 

# Sandy Beach 

# Yellow Bridge (verbindet Lembongan und die kleine Nachbarinsel Ceningan) 

# Yellow Bridge (zwei Roller passen aneinander vorbei) 

# Landspitze namens Devil's Tear

Samstag, 22. April 2017

Nusa Lembongan

Vorgestern haben wir Iluh, unsere Hotelchefin, am Nachmittag zu einem sozialen Projekt begleitet. Sie gibt seit 4 Wochen einmal wöchentlich Englischunterricht für Kinder die Lust haben am Nachmittag noch was dazu zu lernen. Die Kinder bezahlen für den Unterricht in Form von Müllsäcken, gefüllt mit Plastikmüll. Das ist nämlich ein riesen Problem hier in Indonesien.
Nachdem am ersten Tag knapp 20 Kinder zum Unterricht gekommen sind, waren es nun schon 57 Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren. Das Interesse ist wirklich sehr groß.
Iluh hat uns (Diana und mich, sowie zwei weitere Hotelgäste) auch recht schnell mit eingebunden und die knapp 2 Stunden Unterricht sind wie im Fluge vergangen.

Gestern begann unser Tag dann sehr früh. Wir hatten uns zu einem kleinen balinesischen Kochkurs angemeldet und der startete mit dem Einkauf der Zutaten um 6 Uhr auf dem Markt. Wir waren 6 Teilnehmer und alle vom Markt fasziniert. Iluh zeigte und erklärte uns die vielen unbekannten Früchte und Zutaten (vor allem mir als Kochniete war vieles unbekannt ;-) ).
Auf dem Markt würde ein deutscher Beamter vom Gesundheitsamt nach zwei Minuten einen Herzinfarkt erleiden. Kühlkette ist hier scheinbar ein Fremdwort, aber da der Fisch und das Hühnchen frisch schienen war es wohl okay.

Nachdem wir dann gefrühstückt hatten bot sich mir noch die Gelegenheit zu einem Tauchgang an einem Riff, welches wir mit dem Boot angefahren haben.

Zurück im Hotel haben wir dann noch bis zum Beginn des Kochkurses am Pool gefaulenzt. Um kurz nach vier ging es dann ab in die Küche. Wir (vor allem ich) lernten mit einem mörserähnlichen Lavastein die Zutaten für die Soße mit Liebe und Kraft zu zermahlen.

Es gab "Black Sashimi", Frühlingsrollen, Satayspieße, Thunfisch im Bananenblatt, Reis, diverse Gemüse und einen leckeren Bananenpudding zum Dessert.

Dieses Buffet haben wir uns dann richtig schmecken lassen und sind spät abends dann ins Bett gerollt.

Heute haben wir dann das Teluk Karang Hotel verlassen und sind nach Nusa Lembongan gefahren. Das ist eine kleine Insel (8 km²) neben Bali.
Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen wunderschönen Blick auf den Vulkan Batur werfen können und haben eine Silberschmuckmanufaktur besucht.
Nachdem wir zwei weitere Hotelgäste am Flughafen abgesetzt hatten, hat uns unser Fahrer gerade noch rechtzeitig am Fährstrand abgesetzt.

Wir sind dann schnell barfuß durchs Wasser (knietief) gelaufen und kaum an Bord ging die Fähre (größeres Boot mit 4 Außenbordern) auch schon los.
Auf Nusa Lembongan springt man auch direkt am Strand wieder von Bord. Das ist etwas abenteuerlich hier.

Unser Hotel ist niegelnagelneu (4 Wochen alt) und ziemlich klein. Es gibt nur fünf 2-Personenbungalows. Da es noch keine Möglichkeit gibt hier zu Abend zu essen und ich dringend einen Geldautomaten brauchte haben wir uns einen Roller geliehen und uns in den balinesischen Straßenverkehr gestürzt. Zum Glück ist hier auf der Insel nicht allzu viel los, so daß auch Diana auf dem Sozius das ganze ohne Panikattacke überlebt hat. Aufgrund des Straßenzustands ist 20 Km/h eh schon fast lebensgefährlich schnell. Helme gibt es hier übrigens nicht ;-)

Wir haben dann in Mushroom Bay direkt am Strand schön zu Abend gegessen und noch schnell für morgen noch einen Schnorchelausflug gebucht.


# balinesischer Markt

# balinesischer Markt

# unser Restaurant 

# der Vulkan Batur (1700m) im Vordergrund und der Vulkan Agung (3200m) im Hintergrund 

# am Strand von Mushroom Bay auf Nusa Lembongan (im Hintergrund rechts wieder der Vulkan Agung) 

# am Strand von Mushroom Bay (das ist auch der "Fährhafen") 

Mittwoch, 19. April 2017

Im Paradies gibt es keine Schokolade

Wir haben unseren Aufenthalt im Paradies bis Samstag ausgeweitet. Der Bungalow war noch frei und da wir bisher keine weiteren Hotelbuchungen für Bali hatten, konnten wir ohne Probleme bleiben.

Unserer Aufenthalt hier kann als Urlaub vom Urlaub bezeichnet werden. Ausser den (großzügigen) Essenszeiten folgt hier nichts der Uhr. Wir tauchen, schnorcheln, springen in den Pool, baden in der Sonne und genießen Fruchtcocktails oder Massagen wann immer es uns in den Sinn kommt.

Das Hausriff ist direkt vom Strand erreichbar und ich habe beim schnorcheln schon viele bunte Fische, Seesterne, eine Qualle, Riesenmuscheln und die weiße Schwanzflosse eines Hais gesehen, der sich unter einer Koralle versteckte. Leider schwimmen hier auch viele Plastiktüten im Meer. Die Balinesen sagten uns im Gespräch "kein Problem, das ist steriles Plastik".

Das Paradies hat nur einen einzigen Haken. Es liegt mitten im Nichts. Ein Supermarkt liegt nicht in fußläufiger Nähe und Restaurants auch nicht. Und das bedeutet: ich habe keine SCHOKOLADE! Dem Hotel fehlt eindeutig ein kleiner Kiosk.

Ein anderer Gast hatte Mitleid mit mir und gab mir einen riesen Schokoriegel, den er auf dem Flughafen in Dubai gekauft hatte. Ich konnte sogar die Aufschrift lesen: سنكرس - Snickers :-)

Am Samstag geht es dann weiter nach Nusa Lembongan, mal sehen, ob die Schokoriegel haben. :)


# Hotelimpressionen